Die Schwestern auf dem Sonnenhof

Der Sonnenhof wird von sechs Schwestern von Grandchamp zusammen mit Donat Oberson (Freundeskreismitglied in Teilzeitanstellung) getragen und ist unterstützt von einem Freundeskreis und dem Drittorden der Einheit.

Wie an allen Orten, wo wir uns befinden, steht das Gebet im Zentrum unseres Lebens. Wir versammeln uns vier Mal am Tag zum Stundengebet in unserer Kapelle und teilen diese Gebetszeiten mit unseren Gästen und allen, die gerne daran teilnehmen wollen. Diese Gebete sind geprägt von dem Hören auf biblische Texte, Momenten der Stille und der Fürbitte für die Welt.

Wir leben in einem Rhythmus von Beten, Arbeiten und Ruhen. Jede von uns verrichtet Aufgaben in den vielfältigen Bereichen unseres Hauses der Stille. In allem, was wir tun, wollen wir uns leiten lassen von dem Geist der Seeligpreisungen: Freude, Einfachheit und Barmherzigkeit. In unseren Aufgaben werden wir unterstützt von Volontärinnen und den Mitgliedern unseres Freundeskreises.

Das Leben in Gemeinschaft mit seinen fröhlichen und herausfordernden Seiten ist ein weiterer Weg, wie unser Gebet immer weiter in uns Raum einnehmen kann. Wir tragen den Alltag zusammen, in all unserer Unterschiedlichkeit. Darin wollen wir Gottes Wunsch für die Menschheit widerzuspiegeln: Einheit in der Vielfältigkeit.

Mit unserem Leben wollen wir einen Raum öffnen für Gäste, die eine Auszeit suchen. Sie kommen zu uns, um zur Ruhe zu kommen, wieder zu sich selber zu finden, um Gott zu suchen und in der Stille auf Ihn zu hören. Wir teilen unser Gebet miteinander, unser Suchen und Fragen und unsere Freuden.

Die Mahlzeiten nehmen wir zusammen ein. In der Stille sind wir achtsam auf einander und auf das, was wir essen. Unsere Mahlzeiten sind überwiegend vegetarisch und weitgehend aus regionalen und biologischen Zutaten zubereitet.

Neben den Zeiten der Stille gibt es auch immer wieder Momente, wo wir mit einander feiern, wie hier mit Mitgliedern des Freundeskreises. Die Beziehungen mit Menschen, die in anderen Lebensformen mit uns unterwegs sind, erleben wir als gegenseitige Bereicherung. Sie ist für uns ein Geschenk.

Sonnenhof - Haus der Stille

Der Sonnenhof wurde 1799 als Badeeinrichtung gebaut. Das Salz wurde von Rheinfelden geholt. In seiner wechselhaften Geschichte war es unter anderem auch ein Restaurant und ein Haus für Bewährungshilfe von Strafentlassenen.

Seit 1954 ist der Sonnenhof im Besitz der Schwestern von Grandchamp. Er ist ein Haus der Stille, in dem Gäste empfangen werden als Einzelgäste, als Teilnehmer an einem unserer Angebote oder auch für Gruppen. Wir können bis zu 20 Gäste empfangen.

Das Haus in Bildern

Die große Kapelle

In der großen Kapelle im Nebengebäude versammeln wir uns mit unseren Gästen zum Stundengebet und zwei Mal wöchentlich zur Eucharistiefeier.

Cantate

Die kleine Kapelle Cantate ist ein Ort für das persönliche stille Gebet für Gäste und Schwestern

Das Labyrinth

Das Labyrinth in einer kleinen Waldlichtung lädt ein zum Weg nach innen

Die Zimmer

Jeder Gast hat ein Einzelzimmer, das ein seiner klaren Einfachheit dazu einlädt, den Alltag hinter sich zu lassen

Kaminzimmer

Das Kaminzimmer ist einer unserer beiden Gruppenräume und beherbergt unseren kleinen Klosterladen

Gruppenraum Kikötö

Aus dem großem Gruppenraum Kikötö hat man einen weiten Blick Richtung Gelterkinden

Bibliothek

Die Bibliothek bietet eine große Bandbreite von Büchern – von Belletristik über spirituelle Literatur bis hin zu theologischen Werken

Poustinia

Das kleine Holzhaus, die „Poustinia“, bietet die Möglichkeit, ein paar Tage als Eremit zu verbringen.

Der Garten

Der Garten bietet im Sommer viele Sitzmöglichkeiten im Grünen

Unsere geistliche Familie

Von Anfang an war die Kommunität von Menschen umgeben, die in sich den Wunsch verspürten, in der gleichen Spiritualität zu leben, jedoch mitten in der Welt. Von daher ist eine ganze geistliche Familie entstanden: der Dritt-Orden der Einheit, die Frauen im Dienst der Einheit (Servantes de l’Unité) wie auch jene, die als Einzelne in Gemeinschaft mit uns leben. Der Geist der Regel von Taizé und die Berufung zur Einheit verbinden uns.

Frauen im Dienst der Einheit (Servantes de l’Unité)

Als Frauen im Dienst der Einheit und treu der Kirche, in der wir getauft sind, beten wir für die sichtbare Einheit der Christen und der Welt, „bis Gott alles in allen sein wird“ (1. Korinther 15,28).

Eine Berufung zum kontemplativen Gebet mitten in der Welt.

Dritt-Orden der Einheit

Der Dritt-Orden der Einheit ist „eine Bewegung im Geist von Grandchamp und Taizé, die es ihren Mitgliedern ermöglicht, ein verbindlicheres geistliches Leben zu führen, im Geist der Seligpreisungen und im Streben nach der Einheit der ChristInnen. Die Leseordnung der Kommunität verbindet uns im Gebet. Die tägliche Lesung desselben Texts aus dem Evangelium stärkt uns.“

Heute gibt es verschiedene Gruppen in der Schweiz, Deutschland, den Niederlanden und in Benin.

Für weitere Auskünfte:

Freundeskreis

Die Freundeskreismitglieder begleiten die Arbeit der Schwestern im Gebet und unterstützen sie –ihren persönlichen Möglichkeiten entsprechend. Mehr Informationen hier.